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Die Blutgerinnung – Schutz vor dem Verbluten



Der Sturz beim Sport, der Schnitt in den Finger beim Kochen – kleine Gefäßverletzungen sind alltäglich und in der Regel harmlos: Der Körper ist durch sein kompliziertes System der Blutgerinnung in der Lage, Verletzung wieder zu verschließen und so gefährliche Blutverluste zu verhindern.

Blutgerinnung: Blutstillstand nach drei bis sechs Minuten

Bei einer Gefäßverletzung heften sich die Blutplättchen (Thrombozyten) aus dem Blut sofort an die Gewebsränder und bilden einen Verschlusspfropfen, den wir umgangssprachlich Schorf nennen. Dieser bringt die Blutung innerhalb von drei bis maximal sechs Minuten zum Stillstand. Diese Zeit wird als Blutungszeit bezeichnet. Aus dem verletzten Gewebe und den Blutplättchen werden gerinnungsfördernde Substanzen wie Phospholipid und Stresshormone freigesetzt, die für eine Verengung der Gefäße und somit für eine Drosselung der Blutzufuhr im Verletzungsbereich sorgen. Dies wirkt einem Blutverlust zusätzlich entgegen.

Fibrin verschließt die Wunde vollständig

Die darauffolgende zweite und eigentliche Phase der Blutgerinnung dauert im Regelfall ungefähr fünf bis sieben Minuten. Sie führt zur Bildung von Fibrin, einem fadenförmigen Eiweiß, das die Blutplättchen untereinander nochmals stabil vernetzt. Die an der Verletzung beteiligten Wundränder werden zusammengezogen und die Wunde verschließt sich fest. Diese Phase der Blutgerinnung kann man sich als eine Kettenreaktion vorstellen: Im Zusammenspiel mit zahlreichen unterschiedlichen Gerinnungsfaktoren, Enzymen und Kalzium entsteht sowohl im Blut als auch im Gewebe Thrombin. Dieses Thrombin ist notwendig für die Bildung des Klebstoffs Fibrin.

Blutgerinnsel werden gleich wieder aufgelöst

In unserem Körper entstehen regelmäßig Blutgerinnsel (Thromben). Diese werden im Regelfall durch Fibrinolyse schnell wieder aufgelöst. Bei einem gesunden Menschen befinden sich die Blutgerinnung und die Fibrinolyse im Gleichgewicht.

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